Die Welt rast dahin,
doch Emil hat Zeit.

Eine Kolumne über das ziellose Flanieren und die Kunst des Müßiggangs von Emil Probsthain

Die Gassen und Wege, die Alleen und Brücken - Emil beschreitet sie nicht als Pendler, sondern als Pilger. Seine Streunereien sind eine literarische Art der Welterschließung, die sich dem Funktionalitätsgebot der Moderne entziehen. Denn so profan die Gegenwart auf den ersten Blick oft erscheint: jeder Ort ist auf seine ganz eigene Art MAGIC, unter all den Oberflächen und Displays schimmert stets ein Hauch POP hindurch, und hinter den ganzen Fassaden und Mauern liegt verborgen eine funkelnde Schicht an EWIGKEIT. So läuft Emil zwar ziellos, aber keineswegs zwecklos. Denn auch wer auf Abwegen wandelt, kommt irgendwo an. Oder auch nicht.